Ottos Tours Logo
Galerie

13-tägige - Ecuador Agrar-Reise

Von den fruchtbaren Andenhochlagen mit ihren Kartoffel-, Getreide- und Gemüseanbaugebieten über die Blumenplantagen des Hochlands bis zu Kaffee, Kakao, Avocado, Chirimoya, Zuckerrohr und tropischen Früchten im Andenvorland.

Ecuador zählt trotz seiner vergleichsweise kleinen Fläche zu den agrarisch vielfältigsten Ländern Südamerikas. Die außergewöhnliche geografische Vielfalt der Anden mit ihren unterschiedlichen Höhenstufen, Klimazonen und fruchtbaren Vulkanböden ermöglicht den Anbau einer breiten Palette landwirtschaftlicher Produkte. Diese Studienreise führt durch bedeutende Agrarregionen des Hochlands und des Andenvorlands und vermittelt Einblicke in traditionelle Landwirtschaft ebenso wie in moderne, exportorientierte Produktionsbetriebe. Die Teilnehmer begegnen Produzenten, landwirtschaftlichen Forschungszentren und Branchenvertretern und lernen die Besonderheiten des ecuadorianischen Agrarsektors kennen – von der international bedeutenden Blumen- und Brokkoliproduktion über Kaffee und Kakao bis hin zu Avocado, Chirimoya, Zuckerrohr und innovativen Anbausystemen.

Tourinfo


1. Tag – Ankunft in Quito

Nach der Ankunft in Quito, der auf über 2.800 Metern gelegenen Hauptstadt Ecuadors, werden die Teilnehmer von ihrem deutschsprachigen Reiseleiter empfangen. Sie erhalten eine Einführung in die landwirtschaftliche Vielfalt des Landes. Vorgestellt werden die unterschiedlichen Klimazonen und Produktionsregionen sowie die Bedeutung der Landwirtschaft für die ecuadorianische Wirtschaft. Im Mittelpunkt stehen wichtige Exportprodukte wie Rosen, Bananen, Kakao und Kaffee sowie traditionelle Andenkulturen wie Kartoffeln, Mais, Quinoa und Getreide. Der Austausch vermittelt einen ersten Überblick über die besonderen Herausforderungen der Landwirtschaft in Ecuador, darunter die Höhenlage, vulkanische Böden, unterschiedliche Niederschlagsmengen und die Auswirkungen des Klimawandels.
Übernachtung: Quito / Hotel: Hotel Ikala

2. Tag – Agrarforschung und landwirtschaftliche Entwicklung in Ecuador

Am Vormittag besuchen wir zunächst die historische Altstadt von Quito, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Anschließend steht der Besuch des nationalen Agrarforschungsinstituts INIAP (Instituto Nacional de Investigaciones Agropecuarias) auf dem Programm. Fachmitarbeiter und Agronomen stellen aktuelle Forschungsprojekte zur Verbesserung landwirtschaftlicher Kulturen und zur nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft vor. Schwerpunkte sind die Züchtung und Auswahl geeigneter Sorten, Saatgutentwicklung, Pflanzenschutz, Bodenerhaltung sowie die Anpassung an den Klimawandel. Besonderes Augenmerk gilt den traditionellen Andenkulturen wie Kartoffeln, Mais und Quinoa. Im Rahmen eines Fachgesprächs erfahren die Teilnehmer mehr über die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Produzenten und landwirtschaftlichen Organisationen sowie über die Herausforderungen einer modernen und zugleich nachhaltigen Agrarwirtschaft.
Übernachtung: Quito / Hotel: Hotel Ikala

3. Tag – Kaffeeanbau in der Region Nanegalito und Fahrt nach Otavalo

Die heutige Exkursion führt westlich von Quito in die subtropische Region rund um Nanegalito. Das feuchtwarme Klima und die unterschiedlichen Höhenlagen bieten gute Voraussetzungen für den Anbau von Kaffee, Kakao und weiteren tropischen Kulturpflanzen. Bei einem Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebs erhalten die Teilnehmer Einblicke in den Kaffeeanbau. Vorgestellt werden die Auswahl der Sorten, die Pflege der Pflanzen, Ernte, Aufbereitung und Trocknung der Kaffeebohnen. Nachmittags Fahrt nach Otavalo.
Übernachtung: Otavalo / Hotel: Las Palmeras Inn

4. Tag – Avocado- und Chirimoya-Anbau – Cuicocha und Cotacachi

Die Region um Imbabura ist nicht nur für ihre traditionellen landwirtschaftlichen Produkte, sondern auch für den Anbau verschiedener subtropischer Früchte bekannt. Bei Besuchen landwirtschaftlicher Betriebe lernen wir den Anbau von Avocados und Chirimoyas kennen. Dabei stehen die Standortbedingungen, Bewässerung, Pflege der Kulturen und Vermarktung der Früchte im Mittelpunkt. Im Anschluss fahren wir zur Lagune Cuicocha, die in einem Vulkankrater am Fuße des Vulkans Cotacachi liegt. Ein Abstecher in den Ort Cotacachi rundet den Tag ab, der neben den landwirtschaftlichen Einblicken auch die landschaftliche und kulturelle Vielfalt der Region zeigt.
Übernachtung: Otavalo / Hotel: Las Palmeras Inn

5. Tag – Zuckerrohranbau und traditionelle Panela-Herstellung im Valle del Chota

Die Fahrt führt heute in das Valle del Chota, eine Region im nördlichen Andenhochland, die sich durch ihr wärmeres und trockeneres Klima deutlich von den umliegenden Hochlandgebieten unterscheidet. Neben Mais, Bohnen und verschiedenen Obstsorten spielt insbesondere der Zuckerrohranbau eine wichtige Rolle. Bei einem Besuch eines lokalen Produzenten erhalten die Teilnehmer Einblicke in den Anbau und die Verarbeitung des Zuckerrohrs. In einer traditionellen Trapiche wird die Herstellung von Panela vorgestellt, einem unraffinierten Zuckerprodukt, das durch das Auspressen, Einkochen und anschließende Formen des Zuckerrohrsaftes entsteht. Die Teilnehmer verfolgen die einzelnen Verarbeitungsschritte von der Ernte bis zum fertigen Produkt und erfahren mehr über die Bedeutung der traditionellen Verarbeitung für die lokale Wirtschaft. Ein Fachgespräch widmet sich den Produktionsbedingungen, der Bewässerung, den Vermarktungswegen und den Herausforderungen kleinerer Familienbetriebe. Ergänzend lernen die Teilnehmer die afroecuadorianische Kultur und die besonderen Traditionen der Gemeinden im Valle del Chota kennen. Am Nachmittag Rückfahrt in die Region Otavalo.
Übernachtung: Otavalo / Hotel: Las Palmeras Inn

6. Tag – Rosenproduktion, Äquatorlinie und Papallacta

Die Region Cayambe zählt zu den bedeutendsten Zentren der ecuadorianischen Blumenproduktion. Bei der Besichtigung einer größeren Rosenfarm erhalten die Teilnehmer einen umfassenden Einblick in die moderne Gewächshausproduktion. Der Betriebsleiter oder ein Agronom erläutert die verschiedenen Produktionsphasen von der Pflanzung über Bewässerung, Düngung und Pflanzenschutz bis zur Ernte. Anschließend werden die Sortierung, Qualitätskontrolle und Verpackung der Blumen besichtigt. Dabei stehen auch die Bedeutung der Kühlkette und die besonderen Anforderungen des internationalen Blumenexports im Mittelpunkt. Ein Fachgespräch widmet sich den Themen Zertifizierung, nachhaltige Produktion, Wasserverbrauch, Arbeitsbedingungen und den Herausforderungen im internationalen Wettbewerb. Die Besichtigung verdeutlicht, wie sich die besonderen klimatischen Bedingungen des Andenhochlands für eine hochspezialisierte und exportorientierte Landwirtschaft nutzen lassen. Anschließend besuchen wir das Quitsato-Sonnenuhrprojekt, das die Lage der Äquatorlinie und ihre astronomischen Zusammenhänge veranschaulicht. Über die östliche Andenkordillere fahren wir weiter nach Papallacta, das für seine Thermalquellen und die eindrucksvolle Berglandschaft bekannt ist.
Übernachtung: Papallacta / Hotel: Termas de Papallacta

7. Tag – Nachhaltiger Kakaoanbau und Fahrt nach Puyo

Heute führt die Reise von den Anden hinab in die subtropischen und tropischen Regionen des Amazonasvorlandes. Unterwegs besuchen wir einen Kakaoproduzenten und erhalten Einblicke in den Anbau einer der wichtigsten Exportkulturen Ecuadors. Wir erfahren mehr über die Pflege der Kakaobäume, die Ernte der Früchte sowie die Fermentation und Trocknung der Kakaobohnen – entscheidende Schritte für die spätere Qualität des Kakaos. Im Austausch mit den Produzenten sprechen wir über Anbaubedingungen, Vermarktungswege und die Bedeutung des Kakaoanbaus für die ländlichen Gemeinden. Anschließend setzen wir unsere Fahrt nach Puyo fort.
Übernachtung: Puyo / Hotel: Finca Heimatlos

8. Tag – Teeproduktion, Drachenfrucht und Pailón del Diablo

Am Vormittag besuchen wir eine Teeproduktion in der Region des Sangay-Gebietes und lernen die Bedingungen für den Anbau sowie die Verarbeitung der Teepflanzen kennen. Anschließend erhalten wir bei einem weiteren landwirtschaftlichen Betrieb Einblicke in den Anbau von Drachenfrüchten, die in Ecuador zunehmend an Bedeutung gewinnen. Wir beschäftigen uns mit den besonderen Anforderungen dieser Kultur, ihrer Pflege und den Vermarktungsmöglichkeiten. Danach führt die Route durch die Region Baños, wo wir einen Stopp am beeindruckenden Wasserfall Pailón del Diablo einlegen. Im Anschluss fahren wir weiter in die Anden nach Riobamba.
Übernachtung: Riobamba / Hotel: Hosteria Abraspungo

9. Tag – Quinoa und kleinbäuerliche Landwirtschaft in der Provinz Chimborazo

Die Provinz Chimborazo gehört zu den wichtigen Regionen für den Anbau traditioneller Andenkulturen. Besonders Quinoa, Kartoffeln, Mais und verschiedene Getreidesorten prägen die landwirtschaftliche Produktion der Region. Der heutige Tag ist dem Besuch einer kleinbäuerlichen Produzentengemeinschaft oder einer Kooperative gewidmet, die sich mit dem Anbau und der Vermarktung von Quinoa beschäftigt. Die Teilnehmer erfahren mehr über die verschiedenen Anbauschritte, die Auswahl traditioneller Sorten, die Bodenvorbereitung, die Ernte und die Verarbeitung des Produkts. Im Mittelpunkt steht der direkte Austausch mit den Bauern über die wirtschaftliche Bedeutung von Quinoa, die Entwicklung der Absatzmärkte und die Möglichkeiten einer nachhaltigen und diversifizierten Landwirtschaft. Auch die Herausforderungen kleiner landwirtschaftlicher Betriebe, insbesondere der Zugang zu Märkten, Finanzierung und technischer Unterstützung, werden angesprochen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit regionalen Produkten bleibt Zeit für weitere Gespräche und einen Einblick in das Leben der ländlichen Gemeinden im Hochland.
Übernachtung: Riobamba / Hotel: Hosteria Abraspungo

10. Tag – Lamas und traditionelle Textilverarbeitung

Heute besuchen wir eine indigene Gemeinde in der Provinz Chimborazo. Im Mittelpunkt steht die traditionelle Haltung von Lamas, die seit Generationen zum Leben und zur Kultur der Andenregion gehören. Bei einem Rundgang erfahren wir mehr über die Bedeutung der Tiere für die lokale Landwirtschaft und das Leben der Familien. Im Gemeindemuseum erhalten wir Einblicke in die Geschichte und Traditionen der Region. Außerdem lernen wir die Verarbeitung der Lamawolle kennen und erfahren, wie daraus in traditioneller Handarbeit Textilien und Kunsthandwerk entstehen. Der Besuch bietet Gelegenheit zum Austausch mit den Gemeindemitgliedern und zeigt, wie traditionelle Wirtschaftsweisen und gemeinschaftliche Initiativen zum Erhalt des kulturellen Erbes beitragen. Anschließend fahren wir weiter in die Region Cotopaxi.
Übernachtung: Latacunga / Hotel: Hacienda La Cienega

11. Tag – Cotopaxi-Nationalpark und Gemüseanbau

Am Vormittag besuchen wir den Cotopaxi-Nationalpark mit seiner beeindruckenden Vulkanlandschaft und den weiten Hochlandebenen. Die Region ist durch ihre Höhenlage und das besondere Klima geprägt, das auch die landwirtschaftliche Nutzung beeinflusst. Im Anschluss lernen wir bei einem landwirtschaftlichen Betrieb den Gemüseanbau im Hochland kennen. Wir beschäftigen uns mit den angebauten Kulturen, den klimatischen Herausforderungen sowie den eingesetzten Bewässerungs- und Anbaumethoden. Dabei erhalten wir einen Einblick in die Bedeutung der Gemüseproduktion für die Versorgung der Städte und die regionale Landwirtschaft.
Übernachtung: Latacunga / Hotel: Hacienda La Cienega

12. Tag – Milchwirtschaft in der Region Machachi

Auf dem Weg zurück nach Quito besuchen wir einen Milchviehbetrieb in der Region Machachi. Die fruchtbaren Hochlandtäler bieten gute Voraussetzungen für die Milchwirtschaft, die hier eine wichtige Rolle spielt. Wir erhalten Einblicke in die Haltung und Fütterung der Tiere, das Herdenmanagement und die Milchgewinnung. Anschließend lernen wir die Verarbeitung der Milch zu Käse und weiteren Milchprodukten kennen. Im Gespräch mit den Verantwortlichen erfahren wir mehr über die Organisation der Produktion, Qualitätsstandards und die Vermarktung der Erzeugnisse. Danach setzen wir unsere Fahrt nach Quito fort.
Übernachtung: Quito / Hotel: Hotel Ikala

13. Tag – Besuch von Estancia Chaupi und Abreise

Je nach Abflugzeit besuchen wir heute Chaupi Estancia und erhalten einen Einblick in den Weinanbau und die Weinproduktion. Bei einer Führung erfahren Sie mehr über den Anbau der Reben und die Herstellung der Weine. Anschließend genießen Sie eine Verkostung der hauseigenen Weine. Danach erfolgt der Transfer zum internationalen Flughafen von Quito für den Rückflug.
Während der Reise haben die Teilnehmer die Vielfalt der ecuadorianischen Landwirtschaft kennengelernt: von den traditionellen Anbauprodukten der Anden wie Kartoffeln und Quinoa über Avocados und Chirimoyas bis hin zu Kakao, Kaffee, Zuckerrohr, Tee, Drachenfrucht und dem Blumenexport. Ergänzt durch Einblicke in die Milchwirtschaft, die Tierhaltung und traditionelle Formen der Verarbeitung vermitteln die Besuche bei landwirtschaftlichen Betrieben, Forschungseinrichtungen und Gemeinden ein umfassendes Bild der Produktionsbedingungen und Wertschöpfungsketten des Landes.